Hypatia | Frauennetzwerk Erneuerbare Energien und Cleantech e.V.
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Hypatia bei den Berliner Energietagen

Frauen an die Front: Warum eine größere Sichtbarkeit von Frauen an der Zeit ist.

Mittwoch, 3. Mai | 18:00 - 19:30 | Ludwig-Erhard-Haus Berlin, Raum B

Eine Großzahl weiblicher Führungspersönlichkeiten ist weder auf den großen Bühnen zu finden, noch in den Vorständen oder oberen Management-Ebenen von Unternehmen, Verbänden und Organisationen. Auch als Gründerinnen bleiben sie in der Minderheit und müssen stärker um Investitionskapital kämpfen als Männer und das obwohl ihre Startups statistisch gesehen die größeren Erfolgsaussichten haben. Weil Geschlechterklischees unser Verhalten beeinflussen, sind Arbeitgeber weniger bereit in Frauen als in Männer zu investieren. Selbst die gesetzliche Geschlechterquote reicht nicht aus, um Frauen einen fairen Anteil an der wirtschaftlichen Macht zu verleihen. Sie zeigt zwar erste Wirkung in den Aufsichtsräten, die Vorstände bleiben aber weiterhin Männerdomänen. Das Nicht-Ausschöpfen des Potenzials der Beschäftigten, etwa aufgrund von Vorurteilen und Geschlechterstereotypen, hat verheerende Folgen: Sie führt zu höheren Kosten und schwächt folglich die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Daher sollten Maßnahmen, die den Frauenanteil erhöhen im ureigenen Interesse der Unternehmen sein, resümiert Elke Holst vom DIW.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, ihre Erfahrungen und Ideen mit uns und unseren Referentinnen auszutauschen und folgende Fragen zu diskutieren: Welche alternativen Konzepte helfen dabei, den Anteil von Frauen in Führungspositionen signifikant zu verbessern? Welche Arbeitszeitmodelle eignen sich dafür, Frauenkarrieren den Weg zu ebnen? Wie müssten Organisationen umstrukturiert werden, um ihren Beschäftigten mehr Zeitsouveränität und damit die Vereinbarkeit von Familie und Karriere zu ermöglichen? Und wie wäre es, wenn sich zwei die Aufgaben einer Führungsposition gemäß des Modells des Jobsharings teilten? Was können wir gegen Geschlechterstereotype und die unterbewusste Voreingenommenheit gegenüber Frauen tun? Was ist von der Politik zu erwarten?

Referentinnen

Dr. Kathrin Goldammer ist Expertin für Energiewirtschaft und Energietechnik. Als Geschäftsführerin des Reiner Lemoine Instituts in Berlin ist sie seit Februar 2016 für dessen wissenschaftliche und kaufmännische Leitung zuständig.

Kathrin hat langjährige Erfahrung im Bereich Energiepolitik und Politikberatung sowie in der Energiewirtschaft: Bei einem Schweizer Energieversorger war sie zuständig für die Bewirtschaftung deutscher Gaskraftwerke, im Anschluss leitete sie als Unternehmensberaterin Projekte zur Asset-Bewirtschaftung und Portfoliooptimierung bei Stadtwerken und Industrieunternehmen. Danach wechselte sie ans Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam, wo sie die Plattform Energiewende aufbaute. Zuletzt leitete sie die Geschäftsstelle des Forschungsforums Energiewende, der Multi-Stakeholder Dialogplattform des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema Energiewende und Energieforschung.

Hannah Helmke hat einen B. Sc. in Psychologie und einen B. Arts in International Business. Ihren Schwerpunkt, das Wirtschaften in einer vom Klimawandel beeinflussten Welt, fand sie durch die Kombination der beiden Disziplinen. Dabei hat sie bereits wertvolle Erfahrungen bei der Daimler AG und bei der Deutschen Post DHL Group gesammelt. Zuletzt arbeitete sie beim IT-Servicedienstleister BridgingIT GmbH, wo sie die Potentiale der Digitalisierung für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen untersuchte und Projektleitungserfahrungen im Einführen von Science-Based Targets als Reporting-Instrument sammelte. 2016 gründete sie gemeinsam mit ihrem Partner mit right. ihr eigenes Unternehmen.

right. based on science beschäftigt sich mit dem Potential Wissenschaftsbasierter Emissionsziele (engl. Science-Based Targets; WBE) für die Anpassung von Geschäftsmodellen an die Eigenheiten einer vom Klimawandel geprägten Welt.

Dr. Elke Holst studierte Volkswirtschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt/M. und promovierte am Fachbereich Wirtschaft und Management der Technischen Universität Berlin zum Thema „Die Stille Reserve am Arbeitsmarkt“. Habilitiert hat sie im Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität Flensburg, dort ist sie auch Privatdozentin. Nach verschiedenen Tätigkeiten in der Privatwirtschaft, öffentlichen Verwaltung und Wissenschaft ist sie seit 1987 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIW Berlin beschäftigt, seit 1990 in der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Als visiting scholar verbrachte sie mehrmonatige Forschungsaufenthalte in den USA an der Brandeis University und der University of California Santa Barbara (UCSB). Aktuell ist sie Forschungsdirektorin für Gender Studies im Vorstandsbereich beim DIW.

Dr. Julia Verlinden studierte Umweltwissenschaften in Lüneburg und promovierte 2012 über Energieeffizienzpolitik als Beitrag zum Klimaschutz am Beispiel der Umsetzung der EU-Gebäude-Richtlinie in Deutschland. Von 2006 an arbeitete sie als Wissenschaftlerin im Umweltbundesamt, bevor sie mit der Bundestagswahl 2013 für die Grünen in den Bundestag einzog. Dr. Julia Verlinden ist Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und Sprecherin für Energiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Webseite: http://julia-verlinden.de

Anmeldung über die Seite der Berliner Energietage. Die Veranstaltung steht natürlich allen unabhängig vom (sozialen, biologischen, ...) Geschlecht offen.

Inzwischen ist unsere Veranstaltung ausgebucht. Für einen Platz auf der Warteliste schreibt bitte eine Mail an veranstaltungen[at]hypatia.de

Raum B befindet sich im 1. UG im Konferenzzentrum: Treppe runter, rechte Seite

Für Getränke und Snacks bitten wir um eine kleine Spende vor Ort.

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Eindrücke vom letzten Jahr finden sich hier.

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